Stadtviertelspaziergang internationale Schwanthalerhöhe

Karte der Schwanthalerhöhe mit der eingezeichneten Route (die im Text beschrieben wird)
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Das Westend ist eines der vielfältigsten und internationalsten Viertel Münchens. Gemeinsam mit der örtlichen Migrationsbeauftragten Christina Chatziparasidou lädt die SPD Schwanthalerhöhe am Freitag, 19. Juni, um 17 Uhr zu einem Stadtviertelspaziergang ein.

Auf dem Rundgang besuchen wir Orte, die die internationale Geschichte und Gegenwart des Viertels prägen: Erinnerungsorte, soziale Einrichtungen, religiöse Gemeinschaften, Arbeitsorte und Treffpunkte des Zusammenlebens. Dabei geht es um Migration, Solidarität, Vielfalt und die Frage, was Heimat in einem urbanen Stadtteil bedeuten kann.

Das Münchner Westend ist ein auf vielen Ebenen internationales Viertel. Die örtliche Beauftragte für Migration Christina Chatziparasidou lädt mit der SPD am 19.6. um 17 Uhr zu einem Spaziergang zu ganz verschiedenen internationalen Orten ihrer Nachbarschaft ein. Ausgangspunkt ist die Bushaltestelle Trappentreustraße in südlicher Richtung im Schatten der Donnersbergerbrücke.

Dort ist der Gedenkort für Theodoros Boulgarides, der von Rechtsterroristen ermordet wurde. Die Erinnerung an diese Tat und auch die Ignoranz von Polizei und Medien danach sind ein schmerzhafter Bestandteil der Identität der Schwanthalerhöhe. Weil rassistische Gewalt und Ignoranz der Mehrheitsgesellschaft für viele Nachbarn Bestandteil ihrer Lebensrealität sind.

Von dort geht es weiter zum Münchner Gewerbehof. An dieser Stelle war bis 1979 die Metzeler Reifenfabrik, an der über fast ein Jahrhundert lang Menschen aus verschiedensten Ländern gearbeitet haben. Auch wenn möglicherweise der erste Gedanke an die als „Gastarbeiter“ angeworbene Münchnerinnen und Münchner geht, soll hier auch an die aus ganz Europa nach München verschleppten Zwangsarbeiter gedacht werden. Heute hat die Stadt hier einen Ort für das Handwerk geschaffen – auch hier geht es international zu.

Verschiedene Orte entlang des weiteren Wegs durch das Viertel sind Beispiele, für die viele Arten von Heimat die die Schwanthalerhöhe Menschen mit Migrationsgeschichte bietet: Die evangelische Auferstehungskirche ist Gastgerberin der griechisch-orthodoxen Gemeinde heiliger Georg zu München ist. Genau neben der Kirche ist das Ledigenheim in dem fast 400 Männer aus 50 Nationen zusammenleben. Ein Stück die Straße hinunter ist das evangelische Migrationszentrum – auch griechisches Haus genannt, ein weiteres wichtiges Zentrum für die griechische Gemeinschaft in München.

Auf dem Freundorferplatz kommen die jüngsten Bewohnerinnen und Bewohner des Viertels mit ihren Familien auf dem legendären Spielplatz zusammen. Im Jahr 2022 wurde hier ein Protestcamp von Geflüchteten aus Sierra Leone errichtet, das einen breiten Rückhalt in der Bevölkerung hatte. Aktuell ist dort der Interimsstandort des Multikulturellen Jugendzentrums. Die Arbeit dort steht für den aktiven Einsatz der Kommune mit Jugendarbeit für ein gutes Zusammenleben einzutreten. Nur ein paar Schritte entfern ist die IG Feuerwache, wo Westend United und bunt kickt gut über den Fußball Zusammenhalt schaffen.

Im Westend arbeiten auch heute Menschen aus vielen unterschiedlichen Ländern. Eine besondere Arbeitsstelle ist dabei das französische Konsulat in der Heimeranstraße. Diese Station ist ein Symbol der Vielfalt der Internationalität dieses Teils der Stadt.

Der Tourabschluss ist zwischen 18:00 und 18:30 Uhr beim Biergarten im Bavariapark. Früher war hier die Messe der Stadt und damit ein wichtiger Ort des internationalen Austauschs und wirtschaftlicher Kontakte. Aber auch heute zeigt der Biergarten die integrative Kraft Münchner Lebensart, wenn Menschen miteinander sprechen und trinken, essen und feiern.